Die TV-Kommentierung legt eine Denkpause ein.
Nehmen Sie eine Auszeit, wandern Sie mit durch
die Welt der Kaffeehäuser.
Take a coffee and read.
Neue Stories rund um die Kaffeebohne ...
Stefan Dernbach
Mittwoch, 7. Januar 2009
Samstag, 3. Januar 2009
3sat "Germinal"
Les mineurs. Nordfrankreich. Niedrige Löhne. Hunger. Ausbeutung.
Claude Berri verfilmte den Roman von Emile Zola,
den dieser 1885 schon veröffentlichte.
Der Film von 1993, zeigt Gérard Depardieu in einer herausragenden Rolle.
Ein Arbeiter, der nicht mehr seine Familie ernähren kann,
trotz härtester und gefährlicher Schufterei.
Jeden Tag in die Grube einfahren und nicht wissen, ob man
am Ende des Tages, wieder lebend oben ankommt.
"Was kümmert uns das?" sagt die vornehme Dame, die liebe Tante.
Während die Herrschaften pompös dinieren, sind die Arbeiter
und ihre Familien am krepieren. Es regen sich erste Widerstände.
Es wird mit Streik gedroht. Eine gefährliche Stimmung entsteht.
Die Arbeiter werden gegeneinander ausgespielt. Man versucht sie zu korrumpieren.
Verräterschaft wird angezettelt.
"Ich vertraue voll auf eure Vernunft", sagt der hohe Herr der Grubengesellschaft.
Diese Vernunft heißt im Klartext: Verschuldung. Mangelernährung. Ausweglosigkeit.
Eine alltägliche Kreuzigung.
"Wir verlangen nichts als Gerechtigkeit", sagt der Arbeiter. (G. Depardieu)
Der Industrie-Adel aber sorgt sich nur um sich.
Die Arbeiter sind seine Zitronen, die er bis zum letzten Tropfen ausquetscht.
Und dahinter stehen die anonymen Aktionäre, die Gewinne sehen wollen.
Wenn nicht, werden die Gruben dicht gemacht.
"Der Arbeiter hat das Recht, trocken Brot zu essen und Kinder zu machen."
Wie die Zeiten sich doch ähneln. Heute nennt man das Arbeit zu Dumping-Löhnen.
Arbeit: Zum Leben zuwenig, zum Sterben zuviel.
3sat zeigte "Germinal" am 02.01.2009 um 22.25 Uhr.
Stefan Dernbach
Claude Berri verfilmte den Roman von Emile Zola,
den dieser 1885 schon veröffentlichte.
Der Film von 1993, zeigt Gérard Depardieu in einer herausragenden Rolle.
Ein Arbeiter, der nicht mehr seine Familie ernähren kann,
trotz härtester und gefährlicher Schufterei.
Jeden Tag in die Grube einfahren und nicht wissen, ob man
am Ende des Tages, wieder lebend oben ankommt.
"Was kümmert uns das?" sagt die vornehme Dame, die liebe Tante.
Während die Herrschaften pompös dinieren, sind die Arbeiter
und ihre Familien am krepieren. Es regen sich erste Widerstände.
Es wird mit Streik gedroht. Eine gefährliche Stimmung entsteht.
Die Arbeiter werden gegeneinander ausgespielt. Man versucht sie zu korrumpieren.
Verräterschaft wird angezettelt.
"Ich vertraue voll auf eure Vernunft", sagt der hohe Herr der Grubengesellschaft.
Diese Vernunft heißt im Klartext: Verschuldung. Mangelernährung. Ausweglosigkeit.
Eine alltägliche Kreuzigung.
"Wir verlangen nichts als Gerechtigkeit", sagt der Arbeiter. (G. Depardieu)
Der Industrie-Adel aber sorgt sich nur um sich.
Die Arbeiter sind seine Zitronen, die er bis zum letzten Tropfen ausquetscht.
Und dahinter stehen die anonymen Aktionäre, die Gewinne sehen wollen.
Wenn nicht, werden die Gruben dicht gemacht.
"Der Arbeiter hat das Recht, trocken Brot zu essen und Kinder zu machen."
Wie die Zeiten sich doch ähneln. Heute nennt man das Arbeit zu Dumping-Löhnen.
Arbeit: Zum Leben zuwenig, zum Sterben zuviel.
3sat zeigte "Germinal" am 02.01.2009 um 22.25 Uhr.
Stefan Dernbach
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Germinal 3sat 02.01.09
Samstag, 27. Dezember 2008
Nachtcafé
Das Jahr neigt sich allmählich dem Ende.
Zwischen Rückblicken und Vorsätzen, stellt sich mancher Fragen.
Wie war das alte Jahr? Was wird das neue Jahr bringen?
Das Nachtcafé ging gestern einer existenziellen Frage nach:
Wieviel Bindung braucht der Mensch?
Fortsetzung folgt ...
Zwischen Rückblicken und Vorsätzen, stellt sich mancher Fragen.
Wie war das alte Jahr? Was wird das neue Jahr bringen?
Das Nachtcafé ging gestern einer existenziellen Frage nach:
Wieviel Bindung braucht der Mensch?
Fortsetzung folgt ...
Freitag, 26. Dezember 2008
Endspurt Weihnachts-TV
Heute nochmal sich richtig ins Zeug legen.
Gib dem Fernseher, was des Fernsehers ist.
"Stars in der Manege" (ARD 20.15 Uhr)
Vielleicht reitet Angela Merkel auf einem Elefanten?
Schön wäre es auch mal Helmut Kohl auf dem Hochseil zu sehen.
"Nennen sie uns jetzt die Spender?"
"Nein!"
"Gut, dann bauen wir das Netz ab."
Das ZDF zur selben Zeit, lockt mit dem "Traumschiff".
Diesmal mit Harald Schmidt als Gentleman Oscar, mit grausamer Krawatte.
Auch auf ORF2 begibt man sich auf TV-Kreuzfahrt.
Deutsch-österreichische TV-Allianz. Europa wächst zusammen.
Wer es gerne mit Schiffen hat, kann auch auf Das4. "Bitter Moon" schauen.
( 22.10 Uhr) oder zuvor um 20.15 Uhr, nochmal mit der Titanic absaufen.
"Bitter Moon", ein Erotikthriller von 1992, ist auf jeden Fall sehenswert.
"Der Herr der Ringe" schafft es bei RTL von 20.15 - 23.40 Uhr.
So kann man Weihnachten auch rumkriegen.
Sat 1 macht um 20.15 Uhr "Die Wutprobe"
mit Jack Nicholson.
Werfen Sie bitte nicht ihren Weihnachtsbaum aus dem Fenster,
und auch kein Geschirr.
Polizeieinsätze zu den Festtagen, können manche Überraschung bereithalten.
Schusswaffengebrauch eingeschlossen.
Sollten Sie gefährdet sein, schauen Sie lieber "Die Försterchristel" (19.45 Uhr)
auf Bayern3. Heimatfilme sind gut für`s Herz.
Mantel und Degen. "Der Graf von Monte Christo" beginnt schon um 13.05 Uhr
auf Tele5. Der Vierteiler endet um 0.30 Uhr.
Dazwischen können Sie sich von "Sonnenklar TV" (17.25 Uhr) verwöhnen lassen.
Wer ein Solarium zu Weihnachten geschenkt bekommen hat, nimmt bitte
den Fernseher mit auf die Sonnenbank. Das ist wahres Erlebnis-TV.
Nicht vergessen, Eieruhr stellen.
Ansonsten könnten Sie als Festtagsbraten enden.
Auf MDR gibt es den großen Bären-Abend.
Für Menschen mit Einschlafproblemen: "Der kleine Bär von Hokkaido" um 2.30 Uhr...
Stefan Dernbach
Gib dem Fernseher, was des Fernsehers ist.
"Stars in der Manege" (ARD 20.15 Uhr)
Vielleicht reitet Angela Merkel auf einem Elefanten?
Schön wäre es auch mal Helmut Kohl auf dem Hochseil zu sehen.
"Nennen sie uns jetzt die Spender?"
"Nein!"
"Gut, dann bauen wir das Netz ab."
Das ZDF zur selben Zeit, lockt mit dem "Traumschiff".
Diesmal mit Harald Schmidt als Gentleman Oscar, mit grausamer Krawatte.
Auch auf ORF2 begibt man sich auf TV-Kreuzfahrt.
Deutsch-österreichische TV-Allianz. Europa wächst zusammen.
Wer es gerne mit Schiffen hat, kann auch auf Das4. "Bitter Moon" schauen.
( 22.10 Uhr) oder zuvor um 20.15 Uhr, nochmal mit der Titanic absaufen.
"Bitter Moon", ein Erotikthriller von 1992, ist auf jeden Fall sehenswert.
"Der Herr der Ringe" schafft es bei RTL von 20.15 - 23.40 Uhr.
So kann man Weihnachten auch rumkriegen.
Sat 1 macht um 20.15 Uhr "Die Wutprobe"
mit Jack Nicholson.
Werfen Sie bitte nicht ihren Weihnachtsbaum aus dem Fenster,
und auch kein Geschirr.
Polizeieinsätze zu den Festtagen, können manche Überraschung bereithalten.
Schusswaffengebrauch eingeschlossen.
Sollten Sie gefährdet sein, schauen Sie lieber "Die Försterchristel" (19.45 Uhr)
auf Bayern3. Heimatfilme sind gut für`s Herz.
Mantel und Degen. "Der Graf von Monte Christo" beginnt schon um 13.05 Uhr
auf Tele5. Der Vierteiler endet um 0.30 Uhr.
Dazwischen können Sie sich von "Sonnenklar TV" (17.25 Uhr) verwöhnen lassen.
Wer ein Solarium zu Weihnachten geschenkt bekommen hat, nimmt bitte
den Fernseher mit auf die Sonnenbank. Das ist wahres Erlebnis-TV.
Nicht vergessen, Eieruhr stellen.
Ansonsten könnten Sie als Festtagsbraten enden.
Auf MDR gibt es den großen Bären-Abend.
Für Menschen mit Einschlafproblemen: "Der kleine Bär von Hokkaido" um 2.30 Uhr...
Stefan Dernbach
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Endspurt Weihnachts TV 26.12.08
Donnerstag, 25. Dezember 2008
Pilawa gegen Pilcher
"Und führe uns nicht in Versuchung ...", diese berühmte Textstelle
gilt heute Abend wieder ganz besonders.
ARD und ZDF verlangen dem TV-User um 20.15 Uhr wieder alles ab.
Mit Jörg Pilawa zu "Frau Holle". Das Märchenquiz. Mit an Bord: Ursula von der Leyen.
Ob sie ihre Bettdecke versteigert, wissen wir noch nicht.
Vielleicht lässt sie auch ihr blondes Haar von einem Turm hinab?
Die Ministerin für Familie - Prime-Mother of Germany - in der Rolle
des tapferen Mütterleins.
Moderne Märchenadaption nennt man sowas.
Ob Rosamunde Pilcher da mithalten kann?
Gut, Liebe kann bekanntlich Berge versetzen.
Und dann noch Senta Berger. Wer kann schon Senta widerstehen.
Aber die ARD hält mit Sandra Maischberger dagegen.
Das Talkdornröschen.
Und wer wird heute wachgeküsst?
Herz & Schmerz. Romantik in Endlosschleife.
Bei Pilcher fließt der Bilderhonig in Strömen.
Passen sie auf, dass ihnen nicht die Fernbedienung verklebt...
Stefan Dernbach
gilt heute Abend wieder ganz besonders.
ARD und ZDF verlangen dem TV-User um 20.15 Uhr wieder alles ab.
Mit Jörg Pilawa zu "Frau Holle". Das Märchenquiz. Mit an Bord: Ursula von der Leyen.
Ob sie ihre Bettdecke versteigert, wissen wir noch nicht.
Vielleicht lässt sie auch ihr blondes Haar von einem Turm hinab?
Die Ministerin für Familie - Prime-Mother of Germany - in der Rolle
des tapferen Mütterleins.
Moderne Märchenadaption nennt man sowas.
Ob Rosamunde Pilcher da mithalten kann?
Gut, Liebe kann bekanntlich Berge versetzen.
Und dann noch Senta Berger. Wer kann schon Senta widerstehen.
Aber die ARD hält mit Sandra Maischberger dagegen.
Das Talkdornröschen.
Und wer wird heute wachgeküsst?
Herz & Schmerz. Romantik in Endlosschleife.
Bei Pilcher fließt der Bilderhonig in Strömen.
Passen sie auf, dass ihnen nicht die Fernbedienung verklebt...
Stefan Dernbach
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Pilawa gegen Pilcher 25.12.08
Mittwoch, 24. Dezember 2008
Alle Jahre wieder: Heiliger Fernsehabend
Festtage im Fernsehen. Die TV-Anstalten zu Weihnachten,
lassen es wieder krachen. "Surviving Cristmas" auf Sat 1. Schicksalstage.
Bei "Sissi", sind es gleich Schicksalsjahre. Ach Romy,
wenn du nur wüsstest. Der NDR hat Jesus von Nazareth auf 9.15 Uhr gelegt.
Was soll das? Da sind doch noch alle am shoppen.
Wenn "Sissi" noch leben würde, hätte es das nicht gegeben.
Weltkulturerbe. Die "Sissi" haben sie bestimmt damals auch mit der Rakete
ins Weltall geschossen,
um Außerirdische über unsere Beschaffenheit und unsere Vorlieben zu informieren. "Sissi" und "ET".
Der Beginn einer großen Freundschaft?
Hoffentlich haben sie nicht "Big Brother" in den Orbit geschickt.
Falls doch, müssten wir irgendwann mit einem Angriff der Mars-, Vega-, oder
Milchstrassenritter rechnen.
Himmel und Hölle auf Erden. Im TV auf jeden Fall.
Marianne und Michael beglücken uns um 20.15 Uhr im ZDF.
Angeblich ist Lena Valaitis dabei. Dass die noch lebt. Ein Wunder.
Schlager scheinen jung zu halten, siehe Heesters. Unverwüstlich.
Pro7 lässt um 20.15 Uhr mal wieder die Titanic versinken.
Beim Titelsong packen wir dann alle unsere Taschentücher aus.
Vox lockt mit der muskulösen Weihnachtskugel Schwarzenegger.
"Versprochen ist versprochen".
Oder, warum nicht mal Kabel1: "Die Legende von Pinocchio".
Sehr zu empfehlen für Bankmanager und Politiker.
Machen sie den Nasentest auf Kabel 1!
Ben Becker liest auf RTL um 0.15 Uhr aus der Bibel vor.
Gut plaziert. Da schaut kaum noch einer Fernsehen.
Die Bibel. Nein. Nicht zu Weihnachten. Da könnte es ja besinnlich werden.
Lieber ein Kriegsdrama um 20.15 Uhr auf Sat1: "Merry Christmas".
Erster Weltkrieg. Schützengräben. Matsch. Kanonenfeuer.
2009 soll ja bekanntlich hart werden.
Da muss der TV-User schon einmal eingestimmt werden.
Etwas unfestlich geht es auf RTL2 zu.
Von 20.15 Uhr - 0.10 Uhr wird
das Genre Horror bedient. Familien-Horror bringt auch die ARD um 22.25 Uhr:
"Familie Heinz Becker" aus dem Jahr 1994.
Die typisch deutsche Familie, wahrscheinlich übertragen in 150 Länder.
Warum etwas Neues bringen, denkt sich die ARD.
Ist doch eh jedes Jahr dasselbe.
Und das Geld wird knapp. Monica Lierhaus soll angeblich mehr als 800 000 Euro
pro Jahr verdienen. Drunter wird es der Kerner oder der Pilawa auch nicht machen.
80 Prozent des Salärs sind wahrscheinlich Schmerzensgeld, für die harten
Inhalte, die diese Top-Stars der TV-Branche präsentieren müssen.
Da bleibt für den TV-Kunden nicht viel übrig.
"Wut im Bauch", 3sat, 21.40 Uhr.
Wenn die Ente oder der Karpfen endlich im Magen liegt, schnell auf`s Sofa.
Arte: "Der blaue Engel" um 23.50 Uhr.
Singen und Räkeln mit Marlene Dietrich.
Und was machen unsere österreichischen Freunde?
ORF2 bringt die Bibel erst von 1.30 Uhr - 4.20 Uhr.
Dann lieber Bayern3 mit dem Chiemgauer Volkstheater schon um 20.15 Uhr.
Ein Lustspiel zu Heilig Abend, ist immer eine gute Bescherung.
Zu Weihnachten, versprechen wir unserem Fernseher nochmal ewige Treue.
Holy television. I always love you.
Und morgen Kinder, wird`s wieder was geben.
Frohe Weihnachten
Merry Christmas
Stefan Dernbach
lassen es wieder krachen. "Surviving Cristmas" auf Sat 1. Schicksalstage.
Bei "Sissi", sind es gleich Schicksalsjahre. Ach Romy,
wenn du nur wüsstest. Der NDR hat Jesus von Nazareth auf 9.15 Uhr gelegt.
Was soll das? Da sind doch noch alle am shoppen.
Wenn "Sissi" noch leben würde, hätte es das nicht gegeben.
Weltkulturerbe. Die "Sissi" haben sie bestimmt damals auch mit der Rakete
ins Weltall geschossen,
um Außerirdische über unsere Beschaffenheit und unsere Vorlieben zu informieren. "Sissi" und "ET".
Der Beginn einer großen Freundschaft?
Hoffentlich haben sie nicht "Big Brother" in den Orbit geschickt.
Falls doch, müssten wir irgendwann mit einem Angriff der Mars-, Vega-, oder
Milchstrassenritter rechnen.
Himmel und Hölle auf Erden. Im TV auf jeden Fall.
Marianne und Michael beglücken uns um 20.15 Uhr im ZDF.
Angeblich ist Lena Valaitis dabei. Dass die noch lebt. Ein Wunder.
Schlager scheinen jung zu halten, siehe Heesters. Unverwüstlich.
Pro7 lässt um 20.15 Uhr mal wieder die Titanic versinken.
Beim Titelsong packen wir dann alle unsere Taschentücher aus.
Vox lockt mit der muskulösen Weihnachtskugel Schwarzenegger.
"Versprochen ist versprochen".
Oder, warum nicht mal Kabel1: "Die Legende von Pinocchio".
Sehr zu empfehlen für Bankmanager und Politiker.
Machen sie den Nasentest auf Kabel 1!
Ben Becker liest auf RTL um 0.15 Uhr aus der Bibel vor.
Gut plaziert. Da schaut kaum noch einer Fernsehen.
Die Bibel. Nein. Nicht zu Weihnachten. Da könnte es ja besinnlich werden.
Lieber ein Kriegsdrama um 20.15 Uhr auf Sat1: "Merry Christmas".
Erster Weltkrieg. Schützengräben. Matsch. Kanonenfeuer.
2009 soll ja bekanntlich hart werden.
Da muss der TV-User schon einmal eingestimmt werden.
Etwas unfestlich geht es auf RTL2 zu.
Von 20.15 Uhr - 0.10 Uhr wird
das Genre Horror bedient. Familien-Horror bringt auch die ARD um 22.25 Uhr:
"Familie Heinz Becker" aus dem Jahr 1994.
Die typisch deutsche Familie, wahrscheinlich übertragen in 150 Länder.
Warum etwas Neues bringen, denkt sich die ARD.
Ist doch eh jedes Jahr dasselbe.
Und das Geld wird knapp. Monica Lierhaus soll angeblich mehr als 800 000 Euro
pro Jahr verdienen. Drunter wird es der Kerner oder der Pilawa auch nicht machen.
80 Prozent des Salärs sind wahrscheinlich Schmerzensgeld, für die harten
Inhalte, die diese Top-Stars der TV-Branche präsentieren müssen.
Da bleibt für den TV-Kunden nicht viel übrig.
"Wut im Bauch", 3sat, 21.40 Uhr.
Wenn die Ente oder der Karpfen endlich im Magen liegt, schnell auf`s Sofa.
Arte: "Der blaue Engel" um 23.50 Uhr.
Singen und Räkeln mit Marlene Dietrich.
Und was machen unsere österreichischen Freunde?
ORF2 bringt die Bibel erst von 1.30 Uhr - 4.20 Uhr.
Dann lieber Bayern3 mit dem Chiemgauer Volkstheater schon um 20.15 Uhr.
Ein Lustspiel zu Heilig Abend, ist immer eine gute Bescherung.
Zu Weihnachten, versprechen wir unserem Fernseher nochmal ewige Treue.
Holy television. I always love you.
Und morgen Kinder, wird`s wieder was geben.
Frohe Weihnachten
Merry Christmas
Stefan Dernbach
Labels:
Heiliger Fernsehabend 24.12.08
Montag, 22. Dezember 2008
"Indochine" - Mangel an Liebe
Französische Kolonialzeit in den 30er Jahren in Vietnam.
Eliane Devries (Catherine Deneuve) betreibt eine Kautschukplantage und
zieht ihre vietnamesische Adoptivtochter Camille (Linh Dan Pham) groß.
Eliane beginnt eine Affäre mit dem jungen Marineoffizier Jean-Baptiste,
während erste Unruhen unter der Bevölkerung ausbrechen.
Als Camille bei einer Schießerei verletzt wird, rettet Jean-Baptiste (Vincent Pérez) ihr das Leben.
Von da an verliebt sich die junge Camille unsterblich in den Offizier und
es kommt zum Konflikt zwischen Mutter und Adoptivtochter.
Eliane sorgt dafür, dass Jean-Baptiste auf einen Außenposten in Tonking
versetzt wird. Camille wird derweil gegen ihren Willen mit ihrem Cousin verheiratet.
Doch Camille flieht.
Der Film von 1992 (Regie: Regis Wargnier), ist ein romantisch-tragisches
Kulturgemälde der späten französischen Kolonialisierung Vietnams,
die mit der Schlacht von Dien Bien Phu endgültig ihr Ende findet.
Gedreht wurde größtenteils an Originalschauplätzen.
Der Film zeigt einerseits den mondänen Luxus der Franzosen und andererseits
ihren zum Teil grausamen Umgang mit den Vietnamesen, die als Arbeitssklaven
benutzt wurden. Kein Ort der Harmonie, sondern der Ausbeutung und Unterdrückung.
Von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, keine Spur.
An einer Stelle heißt es: "Diesen Mangel an Liebe kann man riechen."
Catherine Deneuve zwischen Unterkühltheit und Leidenschaft, zwischen
Schmerz und Raserei.
Der Film über die Belle Epoque am Mekong, wurde als bester ausländischer Film
1993 mit einem Oscar und dem César ausgezeichnet.
Arte zeigte den Film am 21.12.08 (20.45)
Wiederholungen: 23.12.08, 16.25 Uhr und am 31.12.08, 10.05 Uhr
Sehenswert auch: "Unsere Jugend in Indochina", eine Dokumentation von
Olivier Galy Nadal.
Eliane Devries (Catherine Deneuve) betreibt eine Kautschukplantage und
zieht ihre vietnamesische Adoptivtochter Camille (Linh Dan Pham) groß.
Eliane beginnt eine Affäre mit dem jungen Marineoffizier Jean-Baptiste,
während erste Unruhen unter der Bevölkerung ausbrechen.
Als Camille bei einer Schießerei verletzt wird, rettet Jean-Baptiste (Vincent Pérez) ihr das Leben.
Von da an verliebt sich die junge Camille unsterblich in den Offizier und
es kommt zum Konflikt zwischen Mutter und Adoptivtochter.
Eliane sorgt dafür, dass Jean-Baptiste auf einen Außenposten in Tonking
versetzt wird. Camille wird derweil gegen ihren Willen mit ihrem Cousin verheiratet.
Doch Camille flieht.
Der Film von 1992 (Regie: Regis Wargnier), ist ein romantisch-tragisches
Kulturgemälde der späten französischen Kolonialisierung Vietnams,
die mit der Schlacht von Dien Bien Phu endgültig ihr Ende findet.
Gedreht wurde größtenteils an Originalschauplätzen.
Der Film zeigt einerseits den mondänen Luxus der Franzosen und andererseits
ihren zum Teil grausamen Umgang mit den Vietnamesen, die als Arbeitssklaven
benutzt wurden. Kein Ort der Harmonie, sondern der Ausbeutung und Unterdrückung.
Von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, keine Spur.
An einer Stelle heißt es: "Diesen Mangel an Liebe kann man riechen."
Catherine Deneuve zwischen Unterkühltheit und Leidenschaft, zwischen
Schmerz und Raserei.
Der Film über die Belle Epoque am Mekong, wurde als bester ausländischer Film
1993 mit einem Oscar und dem César ausgezeichnet.
Arte zeigte den Film am 21.12.08 (20.45)
Wiederholungen: 23.12.08, 16.25 Uhr und am 31.12.08, 10.05 Uhr
Sehenswert auch: "Unsere Jugend in Indochina", eine Dokumentation von
Olivier Galy Nadal.
Labels:
Indochine 21.12.08 Arte
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